Wirkungen der Sinn- und Proflexionsphilosophie
Der Einzelne, der Einfall und die Anderen
Der Einfall eines neuen philosophischen Denkansatzes kam Franz Fischer am Ende einer Krise in überwältigender Klarheit und in der Ausgesetztheit des Einzelnen. Ihre besondere Gestalt nahm die Idee der Sinnphilosophie aber erst im philosophischen lebendigen Gespräch an. Indem der noch junge Lehrer Erich Heintel seinen Schülern die Ehrfurcht vor den großen Philosophen eröffnete, fühlten sich die jungen Leute, die sich nun um die neue mitreißende Idee und ihren Autor scharten „am Tisch des Sokrates“. Es war ein Fest und zugleich intensive argumentative Arbeit, was da begann.
Diese Konstellation bewährte sich, als Franz Fischer in Bonn nun selbst Lehrer war: Aus der Bildungsaufgabe, der sich Josef Derbolav mit Franz Fischer und mit den zukünftigen Lehrerinnen und Lehrern zu stellen hatten, entstand wieder die Lebendigkeit des ständigen Fragens nach dem Sinn mit der Offenheit für neue Erkenntnisse.
Die darauf folgende zehnjährige Einsamkeit Franz Fischers stand im Widerspruch zur Idee und war wohl zurückzuführen auf den Zeitgeist, der eine andere Richtung nahm. Jedoch hatte die Sinntheorie und Proflexionsphilosophie selbst inzwischen eine solche Ansteckungskraft gewonnen, dass sich wiederum eine Gruppe um die Idee bildete und nach neuen Wegen sucht. Neue Wege sind es, die in der heutigen Situation gebraucht werden.
© Franz-Fischer-Gesellschaft 2007-2012. Alle Texte auf dieser Homepage, wenn nicht anders vermerkt, von Anne Fischer-Buck.