Erfolglos zu seiner Zeit
Ursula Cillien-Naujeck hat 1994 festgehalten, Fischers Konzeption sei zu ihrer Zeit erfolglos geblieben und werde erst später überhaupt verstanden. Die frühere Seite stellte diesen Befund ihrem Werkverzeichnis voran — er erklärt, warum die Bände erst fünf bis fünfzehn Jahre nach dem Tod des Autors erschienen.
Die vier Nachlassbände
- Band 1 — Die Philosophie des Sinnes von Sinn (1980), herausgegeben von Erich Heintel. Enthält die in Wien entstandenen erkenntnistheoretischen Texte von 1950 bis 1956.
- Band 2 — Die Erziehung des Gewissens (1979), herausgegeben von Josef Derbolav. Die Bonner Arbeiten von 1956 bis 1960.
- Band 3 — Darstellung der Bildungskategorien im System der Wissenschaften (1975), herausgegeben von Dietrich Benner und Wolfdietrich Schmied-Kowarzik. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt der Bonner Jahre; der zuerst erschienene der vier Bände.
- Band 4 — Proflexion — Logik der Menschlichkeit (1985), herausgegeben von Michael Benedikt gemeinsam mit Wolfgang W. Priglinger. Die Texte der Jahre 1960 bis 1970.
Zu Lebzeiten erschienen
Proflexion und Reflexion, Bonn, A. Henn Verlag, 1965 — der einzige Band, den Fischer selbst veröffentlicht hat. 2007 wurde er in erweiterter Fassung neu herausgegeben.
Fortlaufende Veröffentlichungen der Gesellschaft
- Franz-Fischer-Jahrbücher — Beiträge aus den Jahrestagungen.
- Praktische Hefte — kürzere Arbeiten mit Bezug auf die Bildungspraxis.
- Dokumentationen zur wechselseitigen Bildung.
Eine vollständige Liste der Jahrbuchbände war auf der früheren Seite hinterlegt, ist im Archiv aber nicht erhalten geblieben; was sich nachweisen ließ, steht unter Texte und Archiv.
Glossare
Fischers Begriffssprache ist eigenwillig, und die Gesellschaft hat zwei sehr verschiedene Zugänge dazu angeboten. Thomas Altfelix bildete mit Studierenden der Universität Potsdam eine Forschungsgruppe und stellte als erste Stufe zu jedem Begriff bezeichnende Zitate aus dem Gesamtwerk zusammen; eine definitorische Beschreibung war als zweite Stufe vorgesehen. Anne Fischer-Buck ging den umgekehrten Weg: statt zu definieren, erzählte sie erlebte Geschichten, an denen sich ahnen lässt, welche Wirklichkeit gemeint ist.